Der Ursprung des Wortes stammt aus dem Griechischen ("troph") und bedeutet Ernährung. Trophie bezeichnet in den Fächern der Biologie

  • das Nährstoffangebot eines Standortes (Ökologie) oder
  • die Ernährung von Pflanzen (Botanik).

Gewässer werden bestimmte Trophiestufen zugeordnet, welche die Menge des Nährstoffangebotes charakterisieren.

Daphnien gehören zur Gattung der Krebstiere (Crustacea), welche zu den Krallenschwänzen (Onychura) gestellt werden. Die Tiere haben eine Länge von 1-5mm und werden häufig als "Wasserflöhe" bezeichnet.
Zu bestimmten Jahreszeiten kann es zu einem Massenauftreten der Daphnien kommen. Sie vermehren sich meist ungeschlechtlich und besitzen die Fähigkeit schnell umkippende oder austrocknende Gewässer neu zu besiedeln, da die Larven noch nach bis zu 40 Jahren aus befruchteten Eiern schlüpfen können.
Daphnien reagieren sehr empfindlich auch Gewässerverunreinigungen. Aus diesem Phänomen wurde der sogenannte Daphnientest entwickelt, welcher Auskunft über die Giftstoffbelastung der Gewässer gibt.

Oligotroph sind Gewässer mit wenig Nährstoffen und daher geringer organischer Produktion. Die geringe Phosphatzufuhr begrenzt das Pflanzen- und Algenwachstum. Das Plankton ist zwar artenreich aber individuenarm. Das Gewässer ernährt nur eine geringe Masse an Fischen. Oligotrophe Gewässer haben oft grobkörnige Uferstrukturen mit geringem Pflanzenbewuchs. Ihr Wasser ist sehr klar. Es erscheint blau bis dunkelgrün. Die Sichttiefe ist in der Regel größer als 6 m, mindestens aber 3 m. Die Sauerstoffsättigung am Ende der Sommerstagnation liegt bei mehr als 70 %. Im sauerstoffreichen Tiefenwasser enthaltene dreiwertige Eisenionen füllen freigesetztes Phosphat und entziehen es so dem Stoffkreislauf (Phosphatfalle).

Mesotrophe Gewässer befinden sich in einem Übergangsstadium von der Oligotrophie zur Eutrophie. Der Nährstoffgehalt ist höher und Licht kann noch in tiefere Wasserschichten eindringen. Mit zunehmender Dichte des Phytoplanktons ändert sich die Eindringtiefe des Lichtes. Die Sichttiefe beträgt noch mehr als zwei Meter und die Sauerstoffsättigung am Ende der Sommerstagnation zwischen 30 und 70 %. Die Phosphatfalle bleibt wirksam.

– siehe Trophiestufen

Eutroph sind Gewässer mit einem hohem Phosphorgehalt und daher hoher Produktion von Biomasse. Das Hypolimnion (untere Wasserschichten) eutropher Gewässer wird im Sommer sehr sauerstoffarm, das Epilimnion (obere, stark erwärmte Wasserschicht) dagegen ist durch Photosynthese übersättigt mit Sauerstoff.
Das Plankton ist sehr arten- und individuenreich. Der Grund des Gewässers ist mit einer anaeroben Faulschlammschicht (Mudde, Gyttja) bedeckt, die massenhaft mit Schlammröhrenwürmern und Zuckmückenlarven besiedelt ist. Aus dieser Schicht diffundiert während der Wasserzirkulation im Frühjahr und Herbst Eisen-II-phosphat aus und trägt zu einer schnellen Rückdüngung des Gewässers bei. Nach der Frühjahrs-Vollzirkulation tritt häufig eine Algenblüte auf. Das Wasser ist trüb und meist durch unterschiedliche Algen grünlich bis gelbbraun gefärbt. Die Sichttiefe liegt in der Regel unter zwei Metern und die Sauerstoffsättigung am Ende der Sommerstagnation unter 30%.

Parasitismus (altgriechisch: para= neben , siteo/o = mästen, sich ernähren), auch Schmarotzertum, bezeichnet im engeren Sinne den Nahrungserwerb aus einem anderen Organismus. Dieser auch als Wirt bezeichnete Organismus wird geschädigt, aber entweder gar nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt getötet. Im weiteren Sinne kann Parasitismus als eine Steigerung der "Fitness" des Parasiten bei gleichzeitiger Verminderung der Fitness des Wirtes verstanden werden.
Ausgehend von dem geschädigten Organismus wird zwischen Phytoparasitismus und Zooparasitismus unterschieden. Bei ersterem werden Pflanzen, bei letzterem Tiere befallen. Betrachtet man die räumliche Beziehung, kann man zudem zwischen Ektoparasiten und Endoparasiten unterscheiden, je nachdem, ob sich der Parasit an oder in seinem Wirt aufhält.

Hypertroph nennt man Gewässer, bei welchen der Nährstoffgehalt und damit die Biomasseproduktion so hoch ist, dass bis zum Ende der Sommerstagnation der Sauerstoff in den bodennahen Schichten weitgehend aufgebraucht wird. Nur die obersten Wasserschichten des Epilimnions weisen für spezialisierte Organismen noch tolerierbare Wachstumsbedingungen auf. Nachts und morgens kommt es häufig zu Fischsterben. Die Sichttiefe liegt unter einem Meter. Hypertroph können aber auch künstlich gedüngte Kleingewässer sein, wie z.B. Karpfenteiche. Sie werden absichtlich sehr flach angelegt, um die Ausbildung einer an Sauerstoff verarmten Bodenschicht zu verhindern und die erhöhte Produktion fischereilich nutzen zu können.

Die Borstengrünalge bildet festsitzende Kolonien auf Steinen oder Muscheln. Sie sind auch mit freiem Auge zu erkennen.

Plankton (altgriechisch: das Umherirrende) ist die Bezeichnung für Organismen, die im Wasser leben und deren Hauptmerkmal es ist, dass ihre Schwimmrichtung von den Wasserströmungen vorgegeben wird. Organismen, die ihre Schwimmrichtung grundsätzlich auch gegen Strömungen ausrichten können, werden als Nekton bezeichnet.
Süßwasserplankton wird als Limnoplankton, Meerwasserplankton als Haliplankton bezeichnet. Plankton ist in Gewässern fast allgegenwärtig. Dennoch werden aufgrund des geringen Vorkommens von Nährstoffen die meisten Meeresgebiete als ökologische Wüsten betrachtet. Kommt es in stehenden Binnengewässern und Fließgewässern zu Nährstoffüberschuss, kann das stark anwachsende Phytoplankton zum sogenannten "Umkippen" führen.